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Vom Diplom zum Buch oder: Wie alles begann…

Ja. Ich habe studiert.
Angewandte Kulturwissenschaften.
Und ich habe ein Diplom.
Bin also diplomierter Kulturwissenschaftler.
Darunter kann man – wie unter vielen Titeln – alles oder nichts verstehen.
Interessant wird es dann, wenn das Thema zum Buch wird.
Oder genauer gesagt: wenn aus dem Wunsch nach einem Buch erst einmal eine Diplomarbeit wird.

Hä?

Ich hatte mein Studium mit allen Prüfungen abgeschlossen. Fast allen. Die Diplomarbeit fehlte noch. Eigentlich wollte ich sie direkt im Anschluss schreiben.

Währenddessen bewarb ich mich hier und da – und bekam einen Job in einem Kulturzentrum als Theaterpädagoge.

Niemand fragte nach meiner Diplomarbeit.

Niemand.

Und so blieb sie als leise gärendes Thema im Hinterkopf.
In der Zwischenzeit vertiefte ich mich immer mehr ins Impro-Theater.
War freiberuflich als Trainer unterwegs.
Stand auf Bühnen, arbeitete mit Gruppen, erforschte Präsenz, Wirkung, Spielfreude, das berühmte „Ja!“ im Leben.

Und irgendwann dachte ich: Das ist eigentlich ein Buch.

Und gleich danach: Moment… das wäre doch auch eine Diplomarbeit.

Ich setzte mich mit meiner ehemaligen Uni in Verbindung.
Und traf dort auf erstaunte Gesichter.
Aber auch auf ehrliche Freude, dass da jemand sein Studium nach einer kleinen kreativen Pause doch noch abschließen wollte.

Ich schrieb.

Und ich merkte:
Zurück in die akademische Denk- und Schreibweise zu finden ist ungefähr so, als würde man nach Jahren im Improvisationstheater plötzlich wieder streng nach Partitur spielen.

Geht. Aber man schwitzt ein bisschen dabei.
Statt eines Buches entstand also meine Diplomarbeit.

Was danach auf sich warten ließ, war das Buch.

Denn das Akademische wieder in einen gut lesbaren, lebendigen, unterhaltsamen Text zu verwandeln braucht Zeit.

Und Mut. Und Abstand. Und diverse Jahre.

Irgendwann war es dann soweit.
Die einzelnen, längst geschriebenen Kapitel lagen vor mir.
Ich fügte sie zusammen. Verschob Schwerpunkte. Veränderte den Blickwinkel. Schrieb neu.
Und plötzlich war da nicht mehr nur Theorie. Sondern ein Buch.
Ich suchte einen Verlag und fand ihn. (Mainz-Verlag, Aachen)

Und jetzt ist es wirklich so weit:

Im März 2025 erscheint „Charisma to go! – Wie du mit einem JA! die Welt eroberst…“

Und ich?

Ich freue mich riesig.
Weil dieses Buch nicht nur aus Worten besteht.
Sondern aus Umwegen. Bühnen. Zweifeln. Jahren. Improvisation.
Und aus einem sehr langen inneren Gespräch, das irgendwann sagte:

Okay. Jetzt bist du dran.

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