Morgengedanken
Ich wache auf.
Es ist Morgen. Ein Morgen in unserem CamperVan. Noch bevor die Gedanken sich sortieren, ist da ein Wissen, mehr ein Gefühl: Ich bin da.
Es gibt Tage, da fühlt sich das selbstverständlich an. Und andere, da ist es wie ein kleines Geschenk. Heute ist so ein Tag.
Ich setze Wasser auf. Mahle Kaffee. Warte.

Nicht als Achtsamkeitsübung, sondern weil es einfach Zeit braucht. Und weil ich nichts beschleunigen möchte. Der Kaffee ist fertig. Jenny und ich sitzen bei geöffneter Tür in unserem Wagen. In unserem Zuhause. Noch ist es frisch draußen, selbst hier im Süden Portugals. In Deutschland allerdings hat es Minusgrade und Schnee.
Dankbarkeit hat für mich nichts mit großen Worten zu tun.
Sie ist eher ein leiser Moment, in dem ich merke: Ich muss gerade nichts festhalten. Nichts erklären. Nichts erreichen.
Ich darf hier sitzen. Mit meiner Liebsten. Unserem Hund. Mit einer Tasse Kaffee in der Hand.
Und mit einem neuen Tag vor mir, der noch nichts von mir will.
Vielleicht ist das schon genug.
Nicht als Lebensphilosophie.
Nur für diesen einen Morgen.
