We follow the sun
Es gibt diesen Moment, in dem man losfährt und noch nicht genau weiß, was genau man sucht und gleichzeitig weiß, dass die Suche erfolgreich sein wird.
So beginnt unsere Reise.
Kein fester Plan. Keine exakte Route. Nur eine grobe Richtung:
Der Sonne hinterher.

Aus Sehnsucht.
Nach Wärme. Nach Licht. Nach diesem Gefühl, dass die Tage sich wieder dehnen dürfen, länger sind, freier werden, sich luftiger anfühlen.
Unser CamperVan wird für eine Weile unser Zuhause.
Wir fahren los und merken schnell:
Freiheit ist nichts Lautes.
Sie kommt nicht mit dem Trömmelsche, wie man in Köln sagt und auch nicht mit Fanfaren.
Sie setzt sich still auf den Beifahrersitz und fragt:
„Was brauchst du eigentlich wirklich?“
Je weiter wir fahren, desto leichter wird es. Nicht, weil alles einfacher wird. Sondern weil weniger wichtig ist. Weniger Termine. Weniger Müssen. Weniger inneres Antreiben.
Dafür mehr Himmel. Mehr Pausen. Mehr dieses tiefe Ein- und Ausatmen, das man sonst gern auf später verschiebt.
Bruno, der uns natürlich begleitet, schaut stundenlang aus dem Fenster. Als wüsste er genau, dass Ankommen überbewertet ist und Unterwegssein reicht. Eigentlich mag er das Autofahren nicht. Doch bei seinem Rudel sein hilft ihm über die Angst hinweg.

Wir folgen der Sonne. Dem Licht. Der Wärme.
Wir üben uns im Loslassen.
Und erinnern uns daran, dass man manchmal nur losfahren muss, um wieder bei sich selbst anzukommen.
