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Ankommen!?

Wir sind angekommen.

Portugal. Sonne. Fast 20 Grad. Ein glückliches Gefühl.

Wobei: Ankommen? Eine Freundin fragte einmal, als wir schon wieder umzogen: Wann wollt ihr endlich ankommen. Jenny und ich schauten uns an und dachten das Gleiche: Wir sind längst angekommen. Denn was hat Ankommen mit Räumen, Häusern, Ländern zu tun?

Die Nacht davor…

Ein kleines spanisches Bergdorf, irgendwo zwischen gestern und heute. Einsam. Still. So still, dass der Regen uns geweckt hat. Wir sind früh losgefahren. Einsame Plätze schenken Freiheit und gleichzeitig das Gefühl von Verletzlichkeit. Vielleicht muss das zusammengehören.

Morgenlicht. Regen. Dann Wolken, die sich verzogen. Wärme auf der Haut. Sich ständig verändernde Landschaften.

Auf dem Weg lagen die riesigen Gewächshausflächen in Andalusien.

Ein Meer aus Plastik. Endlos. Beeindruckend. Befremdlich. Und kaum zu ignorieren.

Mir ging durch den Kopf, wie selbstverständlich für uns alles verfügbar ist. Immer. Überall. Erdbeeren im Winter. Tomaten zu jeder Tages- und Jahreszeit. Für uns Mitteleuropäer ist das normal geworden. So normal, dass wir kaum noch darüber nachdenken, woher das alles kommt – und was es andernorts bedeutet.

Ich merke: Das ist kein Gedanke, der sich für Empörung eignet.

Eher für Achtsamkeit.

Denn gleichzeitig sitze ich hier, in der Sonne, mit einem Glas Wein in der Hand, dankbar für diesen Moment. Für Bewegung. Für Freiheit. Für das Privileg, wählen zu dürfen – auch beim Essen, auch beim Tempo, auch bei den Gedanken, die ich mir erlaube.

Vielleicht ist das Reisen genau dafür gut.

Nicht um Antworten zu finden. Sondern um Fragen zu stellen, die nicht laut sein müssen…

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